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Kategorie: Zucht

Gelungener Auftakt bei den Titanen der Rennbahn

Moderne Kaltblutfohlen präsentierten sich auf dem 7. Überregionalen Fohlenchampionat für Rheinisch-Deutsches Kaltblut, das traditionell die Titanen der Rennbahn einläutet.


Brück - Die Plattform für die Rheinisch-Deutschen Kaltblutzüchter, die die Brüder Haseloff als Titanenveranstalter geschaffen haben, wird von Jahr zu Jahr mehr angenommen. 46 Fohlen aus Deutschland und Holland, mehr als im Vorjahr,  traten vor die Juroren. In Pritzier, der traditionellen Hochburg der ostdeutschen Kaltblutzucht im Sachsen-Anhaltinischen Altmarkkreis Salzwedel, waren beim zweiten Championats-Termin am 18. Juni nur 23  Kaltblutfohlen erschienen. Von Brück hingegen nahmen schon allein 8 Stut-  und 10  Hengstfohlen eine der begehrten Staatsprämien mit  nach Hause. Das ausgeglichene Erscheinungsbild auf den jeweils vier Bewertungsringen und einem Endring hatte es den Richtern Dr. Uwe Clar aus Niedersachsen, Horst von Langermann aus Brandenburg,  Dieter Quaas aus Mecklenburg- Vorpommern , Erdmann Schulz aus Sachsen-Anhalt und Antje Sadau, Dezernentin für Pferdezucht  im  Brandenburgischen Landwirtschaftsministerium, nicht leicht gemacht. 

Besonders schwierig erwies sich die Entscheidung bei den Hengstfohlen. Letztlich ging der Sieg  aufgrund der besseren  Bewegungsabläufe an den am  2. April geborenen Moritz von Grüneberg, den  Andreas Schmidt  aus dem Oberhavelland mit seiner braunen Staatsprämienstatute Nelli und dem niederländischen Rapphengst Moriaan van de Dageraad züchtete. Die Zuchtgemeinschaft  Michael, Roland Grüber und Andreas Schmidt, die noch einen dritten Platz bei den Hengstfohlen und einen vierten bei den Stutfohlen schaffte, war somit nach zwei Jahren erneut der erfolgreichste Teilnehmer. Nur knapp geschlagen wurde Tino Baatz aus Oberjünne mit seinem Hengstfohlen von Bella und Echo II  von Dönitz. Bei den  Stutfohlen siegte Alfons Fiege aus Westfalen, der seine Fuchsstute Halla von dem in Brandenburg bodenständigen Rapphengst Arsenal von Olaf Peter aus Gransee hatte decken lassen. Zweiter wurde mit Wolfgang Rohr und dem Stutfohlen von Ute und Elmo von Lupitz erneut ein Oberhavelländer. Insgesamt sei ein enormer Zuchtfortschritt bei einer Haustierrasse erreicht worden, die vom Aussterben bedroht ist, erläuterte der Geschäftsführer des Brandenburg-Anhaltinischen Zuchtverbandes, Horst von Langermann. Besonders die Stutfohlen würden den modernen Kaltbluttyp verkörpern, betonte er.

Unter den Teilnehmern befand sich auch der Holländer Paul Rouwet, der schon am Vortag wie viele andere ins Mekka der Kaltblutenthusiasten angereist war. Er traf nach stundenlanger Fahrt mit 25 Kaltblütern, mehreren Großzelten und einem eigenen Koch ein. Die  Niederländer wollen ab morgen, 25. Juni, bei dem bombastischen Sport- und Showprogramm der 10. Titanen der Rennbahn ihr Können zeigen.  Als Botschafter der Weltgartenbau-Ausstellung „Floriade 2012“ in Venlo hat Rouwet obendrein den gesamten Blumenschmuck und zwei Windmühlen für die europaweit einzigartige Kaltblutschau mit mehr als 350 Dicken aus sechs Ländern mitgebracht. Am heutigen Freitag, 24. Juni, einen Tag vor der Titanen-Veranstaltung, wird es ab 14 Uhr im Beisein des Fernsehens eine Generalprobe der größten Fahrquadrille der Welt mit zehn Zehnergespannen auf dem Titanenarial geben. Am Freitagabend steigt ab 21 Uhr die Eröffnungsparty mit der  Berliner Rocklegende Frank Zander. Der Eintritt ist frei. Die Titanen-Tore sind am 25. und 26. Juni Tag  ab 8 Uhr geöffnet. Vom weiträumigen Feldparkplatz fährt ein Shuttle zur Rennbahn, ebenso vom Bahnhof. Der Eintritt kostet pro Tag 10 Euro. Kinder unter 150 Zentimeter  zahlen 1 Euro und wer noch nicht drei Jahre alt ist, kommt umsonst auf das Gelände. Karten  sind noch an der Tageskasse erhältlich.  

Foto: Jörg Kotenbeutel



24.06.2011 21:40 Alter: 3 Jahre