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Springsieger der DSP Körung München gekürt

Mit der Schärpe des Springchampions wurde heute auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem ein beeindruckender Brauner von Casino Grande geehrt, fünf weitere Springhengste wurden mit Prämien ausgezeichnet.

Auch wenn pandemiebedingt keine Zuschauer bei diesen 19. DSP-Hengsttagen erlaubt sind, als der Siegerhengst Springen an der Hand von Stefan Holtwiesche seine Ehrenrunden in der liebevoll dekorierten Arena drehte, war die Stimmung in der Olympia-Reithalle hervorragend. Standing ovations für den Braunen Casino Grande-Sohn aus der Zucht und im Besitz von Antonius Schulze-Averdiek! Die FN-Plakette in Gold gab’s dafür für den renommierten Züchter aus Westfalen, der den Löwenanteil seiner Sportpferde beim DSP eingetragen hat und von dem Moderator Hendrik Schulze Rückamp sagt: „Er ist eigentlich einer von uns.“ Gezogen hat der Mann aus Rosendahl seinen Siegerhengst aus einer Tochter des international unter dem Mexikaner Javier Fernandez erfolgreichen Havana Club. Aus der Großmutter von Cornet Obolensky, die selbst fünfjährig fürs Bundeschampionat qualifiziert war, stammt der gekörte, S-erfolgreiche Captain Fire-Sohn Colman. Auch in Lemwerder wird man sich freuen: Vater Casino Grande stammt wie schon sein Vater Casino Berlin aus der Zucht von Gerd Sosath und gehört zur Vererberriege der Station Sosath.

„Dieser DSP-Hengst hat alles, was das Springreiterherz sich wünschen kann“, kommentierte Andy Witzemann, der Sportkommissar Springen den Sieger im Namen der gesamten Körkommission. „Einen tollen Typ, grenzenloses Vermögen und außergewöhnliche Elastizität. Er kann einfach alles. Wir freuen uns sehr auf seine Zukunft in Sport und Zucht.“ Wo der Braune, der mit den Abmessungen der Hindernisse spielte und dabei stets die Übersicht behielt, seine Karriere starten wird, steht noch nicht fest, der Hengst steht zum Verkauf und bereichert die Online-Auktion, deren Bid up am Freitag, 28. Januar um 19.30 Uhr auf dsp.horse24.com beginnt.

Die Auktionskollektion bereichert auch ein Prämienhengst von Askari, bekannt vor allem als Vater von Simone Blums WM-Goldstute DSP Alice. Züchter des Braunen sind Rolf und Angelika Netzband aus Salzwedel in Sachsen-Anhalt, sie paarten ihre Staatsprämienstute von Diarado-Levisto an den DSP-Elitehengst an. Besitzer ist Joachim Heidenreich aus dem niedersächsischen Eschede. „Eine tolle Blutkombination“, schwärmte Andy Witzemann, „dazu kräftiger Abdruck und ganz viel Zug auf die andere Seite.“

Wer sich einen Prämienhengst der DSP-Hengsttage sichern möchte, hat wahrlich die Qual der Wahl, denn auch die weiteren vier Prämienhengste sind verkäuflich. Das ist zum einen ein Sohn des Diamant de Semilly, von Rita Moser aus Lambrechten in Österreich aus einer Stute von Cassini I-Sir Shostakovich xx gezogen. Besitzer des Holsteiners aus dem Stutenstamm 1228, dessen Mutter mit Diassini bereits einen ebenfalls gekörten Vollbruder des Prämienhengstes brachte, ist Jürgen Laue aus Gerbstedt in Sachsen-Anhalt. „Ein ganz abgeklärter Hengst mit ganz viel Vermögen. Besonders beeindruckend ist auch sein Interieur, er sprang mit viel Ruhe und großer Übersicht. Er hat die Kraft von Diamant de Semilly und die Leichtigkeit des Vollblutes auf der Mutterseite,“ so das Urteil der Kommission.

Vierter im Bunde der Prämienhengste ist ein Oldenburger Sohn des Herakles. Und wieder kann sich Gerd Sosath mit dem niederländischen Verhagen Horse Service, der als Züchter verantwortlich zeichnet, und dem Besitzer, der ebenfalls in den Niederlanden beheimateten Schep International Trade freuen: Herakles ist ein Sohn des Catoki, den Sosath in den internationalen Sport brachte. Mutter des Braunen ist eine Tochter des Zirocco Blue-Corland, zugrunde liegt der Holsteiner Stutenstamm 1859. „Aus Springreitersicht ein nahezu perfektes Pferd“, so Andy Witzemann. „Er bringt Vermögen und Reflexe mit und agiert mit Übersicht. Er erinnert wirklich sehr an Catoki“, sagte er in Richtung Lemwerder.

Und Egbert Schep zum zweiten: Bei einem weiteren Prämienhengst, den Moderator Hendrik Schulze Rückamp „den Sieger der Herzen“ nannte und der vom sachverständigen Publikum mit großem Applaus gefeiert wurde, zeichnet seine Firma nicht nur als Besitzer, sondern er selbst auch als Züchter verantwortlich. Gezogen hat der Niederländer aus der Provinz Utrecht den KWPN-Fuchshengst von Nixon van het Meulenhof aus einem renommierten niederländischen Stutenstamm, Muttervater ist Chacco-Blue. „Ein noch etwas jugendlich wirkender Hengst mit großrahmigem Körperbau und beinahe grenzenlosem Vermögen“. So das Urteil der Juroren. „Ein tolles Pferd für die Zukunft.“

Ein Hengst aus dem ersten Jahrgang des im baden-württembergischen Haupt- und Landgestüt stationierten Uriko-Sohnes Uno I komplettierte das Prämienlot. Ottmar Dittes aus Bretten in Baden-Württemberg hat den bildhübschen Dunkelbraunen aus einer Con Capitol-Araconit-Tochter gezogen, Besitzer ist Stefan Schumacher aus dem nordrhein-westfälischen Hamm. „Er ist wunderschön im Seitenbild, springt leichtfüßig, dabei effektiv. Er hat über die Körtage konstant alles richtig gemacht.“

Insgesamt wurden der Kommission 34 Springhengste präsentiert, einer wurde disqualifiziert, 18 erhielten das begehrte Körprädikat. Je zwei gekörte Söhne stellten Arezzo VDL und Emerald van het Ruytershof, die weiteren gekörten Junghengste stammen von Aganix du Seigneur, Balous Bellini, Cascadello I, Cicero Z, Don VHPZ, Like Angel, Manchester van’t Paradijs und Million Dollar.

Ab morgen, 21, Januar, stehen die Dressurspezialisten der diesjährigen DSP-Hengsttage im Fokus. Der Tag beginnt mit der Pflastermusterung um 10 Uhr, Longieren steht ab 13 Uhr auf dem Programm. Am Samstag, 22. Januar präsentieren sich die Hengste ab 9 Uhr zunächst freilaufend, bevor es auf die Schrittringe geht und die Körurteile verkündet werden. Die Siegerehrung erfolgt im Anschluss. Die gesamte Veranstaltung wird live auf ClipMyHorse.tv übertragen. mic

 

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